Sicherheitsregeln beim Stand Up Paddling – So einfach, selbst Kinder können diese schnell umsetzen

In den letzten Technik-Beiträgen hast Du die Basis über den richtigen Stand, den Start und den Basis-Paddelschlag gelernt. Bevor wir da weiter machen, möchte ich Dich mit den wichtigsten Stand Up Paddle Regeln vertraut machen.

Stand Up Paddling ist, besonders in flachen und strömungsarmen Revieren, ein einfach zu erlernender Sport, der kaum Gefahren birgt. So manche Ballsportart ist gefährlicher.
Da wir uns aber auf dem Wasser und in der Natur bewegen, können auch hier unvorhergesehene Situationen eintreten und Unfälle und Verletzungen verursachen. Meist passieren solche Unfälle jedoch durch unzureichendes Wissen und falsches Verhalten und wären durchaus vermeidbar.

Grundvoraussetzungen

Wichtig ist in erster Linie auch seine körperlichen und technischen Fähigkeiten richtig einzuschätzen.
Gepaart mit ein paar einfachen Grundregeln, steht einem unbeschwerten Paddel-Erlebnis nichts im Wege.

Die Sicherheitsregeln gelten in erster Linie für Flachwassergebiete ohne erwähnenswerte Strömungen. Bei Fließgewässern und im Meer solltest Du unbedingt die örtlichen Sicherheitshinweise beachten bzw. Dich vorab genaustens über die Gegebenheiten informieren. Diese Informationen bekommst Du am besten bei einem örtlichen Spezialisten (Spotguide).

Basis-Regeln:

  • Gehe nur aufs Wasser, wenn Du Dich fit und gesund fühlst.
  • Wie gut kannst Du Schwimmen? Wenn Du unsicher bist, trage eine Schwimmweste.
    Eine generelle Schwimmwestenpflicht gibt es für Kajaker im Fließgewässer, als Stand-Up Paddler ist es ratsam sich ebenfalls dran zu halten.
  • Paddle aufmerksam und vorausschauend.
  • Naturschutzzonen dürfen nicht befahren werden. Immer nach Schildern und Bojen Ausschau halten. Respektiere die Lebensräume von Tieren und Pflanzen und halte das Wasser sauber.
  • Eigne Dir für das Stand Up Paddling alle wichtigen Fahrtechniken an (Basisschlag, Bogenschlag, Stopp-Schlag, C-Schlag, Ziehschlag, einfacher Turn durch Gegenzug, Crossbow-Turn, Pivot-Turn)
  • Bleib fit! Ein gesunder, trainierter Körper kann leichter schwierige Situationen meistern.
  • Paddel nur bei Tageslicht und möglichst nicht alleine. Falls doch allein gib deine Abwesenheit bekannt und nenne ein Zeitfenster, in welchem Du dich zurück meldest. Informierte Personen könnten Deine Rettung sein.
  • Beachte das Wetter! Informiere dich über die Vorhersagen zur Wetterentwicklung! Bei plötzlichen Wetterumschwüngen ist die Tour abzubrechen. Solltest Du von einem Gewitter überrascht werden, paddle so schnell wie möglich im Liegen ans Ufer. Bei starkem Wind paddle im Liegen weiter. Geht das nicht, wechsle ins Liegen. Stelle sicher, dass Deine Leash an Dir befestigt ist. (Fuß/Wade/Schwimmweste)
  • Schütze Dich vor der Sonnenstrahlung! Diese ist auf dem Wasser intensiver! SonnenbrilleCapSonnenschutz Lycra Shirt
  • Bei längeren Touren führe neben Verpflegung (ganz wichtig Wasser) eine Sicherheitsausrüstung mit –> Pfeife, Wurfsack, wasserdicht verstautes Handy und trage eine Schwimmweste
  • Schütze Dich gegen Kälte und Wind! Besonders im Frühjahr, wenn es schon warm ist, aber dass Wasser noch kalt. Trage entsprechende Schutzkleidung! (Neopren/Trockenanzug/SUP-Schuhe)
  • Verwende je nach Untergrund geeignetes Schuhwerk.
  • Überprüfe Dein Equipment. Sind Board, Paddel, Finnen und Leash in einwandfreiem Zustand? Passt das Board zum Körpergewicht und die Paddellänge zur Körpergröße?
  • Schätze Deine Fähigkeiten realistisch ein! Bringe weder Dich noch andere durch Leichtsinnigkeit in gefährliche Situationen.
  • Bleibe bei deinem Board, in Notlagen wirst Du samt Board besser und schneller gefunden.
  • Respektiere andere Wassersportler. Wenn zwei Paddler aufeinander zufahren, weichen beide nach rechts aus. Beim Überholen behält der vordere Paddler seinen Kurs und der „Überholer“ schert nach rechts aus und fährt mit genügend Abstand vorbei.
  • Gewöhne Dir an, bei einem Sturz flach ins Wasser zu fallen (“Bauchplatscher” / “Rückenplatscher”). Niemals mit den Füßen voran.
  • Bewahre Ruhe in einer Notsituation und kenne das internationale Notzeichen, die „müde Fliege“. Mach Dich bemerkbar, indem Du beide Arme, gestreckt, über dem Kopf zusammen führst und dann bringe sie dann wieder seitlich neben den Körper in die Waagerechte. Die Handflächen zeigen nach vorn. Überkreuze die Arme nicht über dem Kopf. Die könnte versehentlich als Winken interpretiert werden. Nutze die Signalpfeife als Verstärker.

Wenn Du Dir unsicher bist, welche Gewässerregeln für Dich gelten, halte Dich an die der Kajak- und Kanu-Fahrer. Hier findest Du ein PDF des VWDS mit allen gesetzlichen Regelungen.

Ich wünsche Dir immer ein sicheres Paddelerlebnis und hoffe, dass Du Dich in einer Notlage an diese Regeln erinnerst. Teile diese Zusammenfassung mit allen Paddlern die Du kennst, damit wir alle sicher auf unseren Seen, Flüssen und Meeren Spaß haben können. Danke!

Fällt Dir noch eine Regel ein, die ich unbedingt ergänzen sollte? Dann schreib einen Kommentar.

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4 Kommentare

  • Deep sagt:

    I never realized how dangerous paddling is, I underestimated it. You laid out all the rules perfectly for someone who doesn’t have much experience like me. Great post found it to be very helpful, thanks.

    • Uta sagt:

      Hi Deep!
      Thank you for your comment!
      Well, it is not dangerous. I did not want to shape this impression.
      It is like with everything. If you do anticipate what could happen in the worst case, and know how to react on unexpected situations.
      I will give you an example:
      Imagine you have coffee machine, one with a thermo pot where you can not see if it is empty or not.
      So you want to cook some coffee and you prepare the machine. Anticipation would be to check the pot if empty! If you don’t and the pot is not empty, the pot will run over and the coffee will pollute your kitchen. So this would make things complicated, especially when your mother in law is just around the corner.
      So this is the same here. Just know what you are doing and do things carefully and know about your abilities and facilities and things will run smooth.
      Hope to give you a better picture on it and why it is important to know what could come up and which situations could come along your way.
      Happy weekend and please share your experiences when you had a chance trying Stand Up Paddling.

  • Paula sagt:

    Hi Uta, and WOW! This really sounds like an adventure! Much appreciated „rules“, as I have no idea the dangers of this sport!!! I’ve just recently been learning about the stand up paddling and had thought about giving it a whirl. As I said, it sounds like a real adventure; something I’m up for! Thanks again Uta!! :o)

    • Uta sagt:

      Hi Paula,
      Thank you for your comment!
      Indeed, it can be such a great adventure, as well as a really nice quiet trip to connect with nature and find your balance.
      Dangers are limited, but there had been incidents with tragic out comes that could have been avoided easily. For this I think it is important to gain awareness and get the people to stay save.
      I love it, because it is open to a wide range of people, started by kids and there is no limit in age. So get out and feel the magic of sliding over the water, getting a new point of view in so many ways.
      I would love to hear from you again, once you tried it out.
      My kind regards
      Uta

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