Stand Up Paddle Polo

Einblicke in meine erste SUP-Polo Erfahrung

Am Sonntag war ich bei SUP Trip in Potsdam zum Sommerfest.

Allerhand war geboten. So konnte man einen Bodycheck machen, Kurse von Anfänger bis Yoga zum kleinen Preis buchen, Boards testen, auf dem Floß-Dach zur Musik aus dem Red Bull DJ Mobil chillen oder eben, wie ich, Stand Up Paddle Polo spielen.

Was ist Stand Up Paddle Polo?

SUP Polo wurde von Starboard entwickelt und in die Welt getragen. Es wird in zwei Mannschaften gespielt, mit dem Ziel den Ball ins gegnerische Tor zu schießen. Eine Mannschaft besteht in der Regel aus 3 Spielern (Auswechselspieler sind in unterschiedlichster Zahl erlaubt, je nach Spielleitung). Die Spielzeit beträgt 2 mal 5 Minuten. Das mag recht kurz klingen, hat aber seinen Sinn, denn SUP Polo ist richtig schön anstrengend.

Man sollte relativ gut auf dem Brett stehen können. Idealerweise den Wendesprung beherrschen, um sich auf den Boards, welche im Twin-Tip-Shape gleichermaßen vorwärts und rückwärts fahren können, schnell umdrehen zu können, um die Fahrtrichtung zu wechseln.

Starboard SUP Polo – The future of SUP? from starboard sup on Vimeo.

Wie funktioniert das Spiel?

Wie gesagt, werden zwei Mannschaften ausgewählt. Alle bekommen das gleiche Material – Boards & Paddel. Chancengleichheit ist da wirklich wichtig. Die Paddel beim SUP Polo sollten dabei ein möglichst weiches Plastikpaddelblatt haben. Ideal sind längenverstellbare Paddel, die auf die Größe neuer Mitspieler angepasst werden können. Das Besondere an SUP Polo Paddeln ist das Loch in der Mitte. Paddeln wird so zwar echt anstrengend, dafür kann man den Ball mit dem Paddel werfen und aus dem Wasser fischen.

Die Mannschaften werden markiert. Am Sonntag gab es Blau und Rot. Dabei waren die Boards und Paddel in der jeweiligen Farbe. Noch die Mannschaftsnummer auf den Oberarmen notiert und los konnte es gehen.
Zwei Tore, etwa in Handballgröße waren verankert. Der Pfiff ertönte und 2 mal 5 Minuten lang haben wir alles gegeben.
SUP Polo ist noch eine ganz neue Sportart und Regeln gibt es noch keine zu fest verankerten. Diese werden sich wahrscheinlich noch in den nächsten Jahren ausbilden. In erster Linie soll das Spiel ja allen Spaß machen!

6 allgemeingültige Spielregeln gibt es jedoch vom VWDS

1. Der Ball wird nur stehend auf dem Brett mit dem Paddelblatt oder mit der Hand gespielt. Er darf maximal 5 Sekunden auf dem Paddel oder in der Hand gehalten werden, also im Besitz eines Spielers bleiben. Bei einem Verstoß gibt es Einwurf für die andere Mannschaft.

2. Der Ball darf nur mit der Hand oder dem Paddel geworfen werden. Der Transport auf dem Brett wird mit einem Penalty bestraft.

3. Beim Verlassen des Brettes muss der jeweilige Spieler einmal zurück zur Grundlinie seiner Mannschaft, bevor er wieder ins Spiel eingreifen darf.

4. Sobald jemand andere Spieler gefährdet, indem er sein Paddel über Hüfthöhe hält, wird durch den Schiri abgepfiffen und entweder ein Freiwurf oder ein Penalty gegeben.

5. Wenn es in einem Gedränge um den Ball oder auf dem Weg zum Ball zu grob zugeht, pfeift der Schiedrichter und es gibt einen Freiwurf. Auch andere vom Brett zu stoßen ist absolut tabu.

6. Das Tor darf vom letzten Spieler mit dem Paddel verteidigt werden.

Persönliche Einblicke in meine Erfahrung

Am Sonntag waren die Regeln jedoch sehr spielerisch und teilweise auch etwas unangenehm. So durften Spieler vom Brett gestoßen werden, wenn sie im Ballbesitz waren. Auch ich bin einige Male echt fies vom Brett befördert worden, was manchmal echt grenzwertig war.
Leider war mir nicht bekannt, dass der Ball mit der Hand geworfen werden darf oder dass der Ball innerhalb von 5 Sekunden wieder abgegeben werden sollte. Nichtsdestotrotz hatten wir eine Mords Gaudi, da hat weder der Regen gestört noch, dass wir Haus hoch verloren haben. Meine Muskeln spüre ich heute noch leicht und erfreue mich dabei gerne an dieser Tollen Erfahrung. Beim nächsten Mal werde ich besser gewappnet sein.

Zusammengefasst kann ich SUP Polo nur jedem ans Herz legen. Ein Spaß für die ganze Familie (für Kinder ab 10). Man kann sich herrlich auspowern und tut richtig was Gutes für den ganzen Körper. Balance, Muskulatur im ganzen Körper, Aufmerksamkeit, Reaktionsfähigkeit, Ausdauer und Teamfähigkeit werden gefördert und gefordert. Probiert es aus!!!!

Ganz besonders möchte ich mich hier auch bei dem gesamten Stand Up Paddle Family Polo Team, bestehend aus meiner Schwester Anke, Ihrem Mann Dennis, meinem Neffen Jonas (11 und damit jüngster Polo Spieler am Sonntag) und Silvana, die ich über meine Facebookseite kennen lernen durfte, bedanken. Ihr habt den Tag für mich wirklich gerockt und es war so schön mit Euch zu spielen.

Eine Auswahl von Fotos findet Ihr im Sidebar.

Was haltet Ihr von SUP Polo? Habt Ihr schon Erfahrungen gesammelt? Ich bin gespannt auf Eure Kommentare!

 

 

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8 Kommentare

  • Silvana sagt:

    Ich spiele auch gern SUP Polo, obwohl ich tauchen nicht leiden kann.
    Aber es war mir ein ein Vergnügen mit Dir und deiner Familie zu spielen.
    Silvana

    • Uta sagt:

      Danke für Deinen lieben Kommentar, Silvana. Tauchen ist definitiv keine Obligation zum SUP Polo. Sonst wäre ich ja auch ganz alleine da gestanden 😀
      Ich bin sehr froh, dass alles so wunderbar geklappt hat. Ich hoffe das können wir bald wiederholen! <-- Siehst Du das Ausrufezeichen 🙂

  • Anna sagt:

    Geilooo! Das schaut nach voll viel Spass aus!! ?

  • Das wäre genau das richtige für die gegenwärtige Hitze! Irgendwie beneide ich Euch, denn ich würde es ja noch nicht mal schaffen, auf dem Brett stehen zu beliben, geschweige denn, von dort aus noch einen Ball irgendwohin zu befördern!
    Viel Spass damit – und guten Erfolg
    Heidi

    • Uta sagt:

      Hallo Heidi,

      Danke! Auf jeden Fall ist das ein riesiger Spaß bei diesen Temperaturen und mit ein bisschen Übung würdest auch Du das Schaffen.
      Beim Turnier waren alle Altersgruppen vertreten. 11 – ich schätze jetzt mal, 60+.
      Ich hoffe, Du findest auch etwas Abkühlung.
      Alles Liebe
      Uta

      • Heidi sagt:

        Naja, wenn es Abend wird, wird es angehem. Und der gute aLTE VENTILATOR TUT AUCH SEINEN TEIL Wasser ist leider ein bisschen weit weg von hier, nur öffentliches Schwimmbad, und das ist mir zu hektisch..

        • Uta sagt:

          Oh das kann ich verstehen. Ventilator finde ich persönlich auf besser als Klimaanlage 😉 und lange Abende im Sommer sind herrlich!
          Im Schwimmbad ist mit so einem Board auch schnell der Pool voll und ich glaube nicht, dass es Freunde bringt. Vielleicht hast Du ja irgendwann mal die Möglichkeit SUP auszuprobieren. Bin sicher, das Du das kannst!

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